Google Webmastertools: Autorenstatistiken

In diesem Artikel beschreibe ich das neue Feature “Google Webmastertools Autorenstatistiken” und dessen potentiellen Nutzen für Autoren und SEO-Webmaster.

Wie Ihr wisst gilt ja meine besondere Aufmerksamkeit der Entwicklung des sogenannten AuthorRank bzw. des Einfluss von “Authorship” auf das Ranking von Artikeln. Um das Thema tiefer zu verstehen ist eine Nachvollziehbarkeit von Autorenprofilen, den von diesen Autoren veröffentlichten Artikeln und deren Rankings sehr interessant. Dazu hatte ich auch schonmal einen Wunschzettel an die SEO-Tool-Anbieter geschrieben. Bisher gab es aber noch keine Bescherung.

Nun hat Google nach einigen Monaten Pause wieder die Autorenstatistiken in den Google Webmaster-Tools freigeschalten. Dort erhält man eine Übersicht aller veröffentlichten Artikel, die mit dem eigenen Author-Tag versehen sind (also mit dem Autor der zum gerade genutzten Google-Konto gehört). Es werden alle Artikel gelistet, unabhängig auf welcher Webseite diese veröffentlicht wurden und ob diese Webseite in den eigenen Webmastertools hinterlegt und bestätigt ist.

Das ist für Autoren, die auch Gastbeiträge auf anderen Seiten veröffentlichen, sehr interessant. Ich persönlich gehe ja davon aus, dass auch Faktoren wie Domainpopularität und Domainqualität der eigenen Beiträge (auf wie vielen, wie starken Seiten veröffentlicht der Autor) später mal ein Rankingfaktor für den Autor selbst sein werden. Das kann man ja entsprechend optimieren (siehe “10 konkrete Maßnahmen“).

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die Google Webmastertools Autorenstatistiken (Klick für Großansicht)

Neue Statistiken für Artikel von Autoren

In den Google Webmastertools findet im Bereich Google Labs jetzt den Menüpunkt Autorenstatistiken. Die Statistik setzt sich im Wesentlichen aus zweil Teilen zusammen:

Im oberen Teil sieht man

  • die Anzahl der eigenen Artikel, die Google kennt
  • die Anzahl der Impressionen (also der Anzeigen dieses Seite als Suchergebnis auf einer SERP-Seite) und
  • die Anzahl der Klicks auf ein solches Suchergebnis.

Jeweils dahinter steht die prozentuale Veränderung gegenüber dem Zeitraum davor. Ganz rechts kann man wie gewohnt die Zeitspanne einstellen, für welche die Statistiken angezeigt werden sollen. Ich vermute, dass jeweils der exakt gleichlange Zeitraum davor als Vergleichsbasis für die Prozentwerte genutzt wird.

Ein Filter (siehe Bild unten) gibt einerseits einen Schnellüberblick, wieviel Traffic aus bestimmten Suchsparten (Web, Bilder, etc.) entstand und aus welchen Ländern. Auch zeigt er die Verteilung zwischen Artikeln mit mehr als 10 Klicks und weniger als 10. Eine Aufteilung die Google sehr gerne mag. Nach all diesen Kriterien kann man filtern.

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Die Filtermöglichkeiten mit Verteilungs-Diagrammen

 

Darunter sind die einzelnen URLs gelistet (25 pro Seite, umschaltbar auf bis zu 500), jeweils mit den detaillierten Angaben zur Anzahl der Einblendungen und Klicks sowie der Klickrate. In Screens auf anderen Beiträgen habe ich da auch zusätzliche Spalten mit der change rate gesehen, also der prozentualen Änderung dieses Wertes zum Vergleichzeitraum. Das konnte ich ich in meinen Google Webmastertools Autorenstatistiken nicht beobachten.

Die letzte Spalte enthält die komplett nutzlose Aussage “Durchschnittliche Position”. Diese ist ist deshalb nutzlos, weil da das Ranking für alle Keywords zusammengeführt wird, in denen der Artikel als Ergebnis vertreten war (in der Top 100). Auf der Seite, die auch im Screen zu sehen ist, gibt es ein gutes Beispiel dafür. Der Artikel zum Focus Money Test für Pflegeversicherungen soll für Keywords wie “Focus Money Pflegeversicherung” (Suggest-Keyword) ranken und tut dies auch (derzeit Platz 4). Ob der jetzt auch zufällig für “Focus Money” auf Platz 90 rankt und sich daraus ein durchschnittliches Ranking auf Platz 36 ergibt ist für mich als Autor komplett irrelevant, insbesondere wenn ich gar keinen Einblick in die Keywords habe, die dieser Aussage zugrunde liegen.

Nützlich: mehr Kontrolle für Autoren

Hier hat Google wie oft in den Webmaster Tools eine Zahl eingebaut, die keinerlei Aussagekraft hat. Die anderen Zahlen genannten Zahlen sind dafür um so interessanter. Die sie auch für eigene Artikel auch fremden Webseiten angezeigt werden, bekommt ein Autor deutlich mehr Kontrolle über seine Inhalte. Hier ein paar Anwendungsbeispiele:

  • Arbeitet man mit Artikelverzeichnissen die Author-Tags anbieten, so hat man neutrale Zahlen, wie oft auf den veröffentlichten Artikel zugegriffen wurde. Man kann somit den Nutzen der Artikelverzeichnisse für die eigenen Ziele (Aufbau von Backlinks, Aufbau eines starken Autors, etc.) besser nachvollziehen. Damit kann man mehr Energie in die erfolgreichen Artikelverzeichnisse investieren (die Traffic auf die eigenen Artikel generieren).
  • Schreibt man Gastbeiträge für andere Seiten auf Honorarbasis hat man jetzt bessere Argumente, wenn die eigenen Artikel regelmässig große Mengen an Traffic für die fremden Seiten generieren. Das könnte sogar als (ergänzendes) Vergütungsmodel genutzt werden.
  • Genauso kann man gegenüber neuen Kunden genauere Referenzangaben machen (“Mein Gastbeitrag auf xzy.de hat 10.000 Besucher erzeugt”). Ein Rückgriff auf die Traffic-Zahlen des fremden Seitenbesitzers ist nicht mehr nötig.
  • Ein Autor der zu mehreren Themen schreibt kann hier eine gute Tendenz erkennen, für welche Themen ihn/sie Google als besonders relevant einstuft. Bei Themen mit denen man regelmäßig viel Traffic erzeugen hat man für Google eine deutlich höhere Relevanz als Themen, die kaum Klicks bekommen.

Nutzen für Webmaster?

Für den Webmaster selber bringt diese neue Statistik kaum etwas (abgesehen von den eigenen Aktivitäten als Autor). Die Zugriffszahlen für die eigene Seite sieht man auch jetzt schon in den Webmastertools und in Google Analytics.

Google+ Postings sind ganz normale Artikel?

Genau wie beim Klick auf “mehr von diesem Autor” in den SERPs werden auch hier Google+ Postings des Autors angezeigt. Google behandelt diese also wie eigene kleine Artikel auf der Seite google.com und rankt sie auch entsprechend in den SERPs. Damit wird klar, dass auch bei Google+ Postings die ganz normale OnPage-Optimierung angewendet werden sollte, damit diese besser ranken und Traffic auf Eure Google+ Seite bringen. Diese Optimierung kann (unter anderem) durch die Nutzung von *Fettdruck* erfolgen, durch bewusstes Verwenden von Keywords und durch gezieltes Verlinken auf einen Google+ Beitrag.

Kurzzusammenfassung (TL;DR):

In den Webmastertools sieht man Klickzahlen für alle Artikel eines Autors, auch wenn diese auf fremden Webseiten erschienen. Google+ Postings werden wir normale Artikel behandelt und sollten optimiert werden.

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